Bekes, der Teppichfanatiker

Heute möchte ich euch von meinem Alltag erzählen.

Jeden Morgen um 4.30 steht mein Frauchen auf. Ich warte natürlich die ganze Nacht auf dieses komische Rauschen, wovon Frauchen wach wird. Dann lässt sie mich raus in den Garten, wo ich natürlich sofort erst mal überprüfen muss, ob alles noch so wie am Abend ist. Alle Blumen sind an ihrem Platz, der große Teich ist immer noch da und auch sonst ist alles wunderbar ruhig. Nach einer Weile lässt Frauchen mich wieder rein und ich passe auf, dass sie ihre Tasche ordentlich packt und ihren Napf leer frisst.. Ich hätte natürlich auch gerne etwas, aber Herrchen füttert mich immer. Damit ich nicht an Hunger sterbe, bekomme ich immer ein Leckerli von Frauchen. Leider geht sie dann auch und ich sehe sie den ganzen Tag nicht, aber das Leckerli schmeckt vorzüglich. Bedauerlicherweise bekomme ich immer nur eins.
Wenn Frauchen also das Haus verlassen hat, lege ich mich wieder schlafen, denn ich weiß, sie kommt bald wieder. Außerdem steht Herrchen dann auch um 7.30 Uhr auf und dann bekomme ich endlich Frühstück. Herrchen füllt sich seinen Napf auch immer und natürlich passe ich auf, dass er ihn auch leer macht. Leider muss er dann auch gehen, und ich bin so ungerne alleine. Aber Herrchen sagt immer, dass ich auf das Haus aufpassen soll und das mache ich natürlich.
Sobald er also aus dem Haus ist, schau ich erst mal, ob die Tür auch wirklich verschlossen ist, indem ich mich ganz oft dagegen werfe. Manchmal kratz ich auch, aber dafür wurde ich schon oft an gemeckert, deswegen mach ich das jetzt nicht mehr so oft. Wenn ich also sicher bin, dass die Tür auch wirklich verschlossen ist, mache ich meinen Rundgang durch das Haus. Zuerst muss ich in die Schränke in der Küche gucken, ob meine Leine auch noch da ist. Die Leine ist mein bester Freund, immer wenn sie aus dem Schrank geholt wird, passiert was spannendes. Dann muss ich überprüfen, ob das Lager von Frauchen und Herrchen auch leer ist. Niemand darf in das Lager von meinen Menschen. Und natürlich muss ich auch aus dem Fenster schauen, ob die Hühner sich benehmen und ob fremde Menschen herum schleichen. Aber meistens ist alles ruhig, sogar die Hühner. Dann hole ich den Schlaf von der Nacht nach, immer hin passe ich die ganze Nacht auf Frauchen und Herrchen auf. Manchmal klingelt es ganz laut und ich werde geweckt, aber ich gebe keinen Mucks, damit niemand auf mich aufmerksam wird. Sollte dann doch jemand in das Haus dringen, kann ich ihn so unbemerkt anfallen und mich fest beißen, bis Herrchen nach Hause kommt. Aber das ist bisher noch nicht passiert.
Wenn ich nicht mehr müde bin, renne ich durch die Wohnung, springe auf die Couch und drehe ein paar Runden um den Couchtisch. Wenn ich dann höre, dass Herrchen wieder kommt, lege ich mich in den Eingang und freue mich, dass er endlich wieder da ist.
Zuerst macht Herrchen sich Mittag, Menschen essen viel mehr als Hunde, manchmal darf ich auch mit ihm auf der Couch liegen. Und danach gehen wir beide in den Garten und ich passe auf, dass Herrchen im Garten nichts passiert. Und natürlich habe ich ein Auge auf die Hühner, die sind nämlich sehr neugierig und belagern Herrchen manchmal. Ich musste auch schon helfen die Hühner in ihren Stall zu treiben, weil sie ausgebüxt sind. Das kann ich am besten.
Irgendwann kommt auch Frauchen endlich nach Hause. Da freue ich mich immer besonders, weil ich ihr auf den Arm springen darf und dann trägt sie mich durch den Garten. Zum Glück bin ich nicht so ein schwerer Hund. Manchmal legen sich meine Menschen dann auf eine Liege und dann liege ich zwischen den beiden und betrachte mein Reich. So fühle ich mich am wohlsten.
Leider geht dann der Tag auch schon bald zu Ende. Ich bekomme wieder dieses super leckere Futter, und auch meine Menschen fressen. Gelegentlich, wenn Frauchen das Essen für die Menschen zubereitet, fällt ihr was runter und das darf ich dann fressen. Paprika habe ich am liebsten. Nachdem alle Näpfe leer sind, liegen wir faul herum, also ich zumindest. Irgendwann steht Frauchen auf und ich weiß, ich darf nochmal die allabendliche Über20140330_203632prüfung des Gartens machen, bevor es auf mein Lager geht, wo ich schlafe. Frauchen geht dann auch immer in ihr Lager, aber Herrchen geht erst viiiel später, sodass ich noch lange auf ihn aufpassen muss. Wenn dann meine beiden Menschen auf ihrem Lager sind, kontrolliere ich nochmal alle Räume und gehe dann auch auf meiner Lager. Es war wieder ein ereignisreicher Tag und zur Belohnung reibe ich mich nochmal quer über den Teppich. Das Gefühl ist sooo schön, dass ich das am liebsten immer machen würde, aber dann wäre es ja nichts besonderes mehr.

Natürlich ist nicht jeder Tag gleich, manchmal kommen meine Homa und mein Hopa (Hundeoma und Hundeopa, Anm. der Redaktion) vorbei, die mich damals auch aus Ungarn geholt haben, und dann darf ich mit Csibi spielen. Almos mag mich immer noch nicht so sehr, aber ich biete ihm die Stirn und belle ihn fleißig an. Manchmal gehen auch fremde Hunde am Grundstück vorbei, aber die trauen sich nicht in mein Revier. Ich passe immer schön auf, und werde auch viel dafür mit Leckerlis belohnt. Aber das war es dann für heute, ich muss wieder auf die Hühner aufpassen, die machen heute einen ganz schönen Lärm. Nächste mal kann ich ja erzählen, wie Frauchen und ich die Hühner in den Stall getrieben haben. Wir waren ein echt gutes Team und Frauchen hat auch immer gemacht, was ich ihr gesagt habe. Sie vertraut da auf meinen angeborenen Instinkt und auf mein Können. 😀

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