delirium von L.Oliver

20150513_162528Titel: Amor-Trilogie: delirium
Autor: Lauren Oliver
Verlag: Carlsen
Amor-Trilogie: pandemonium und requiem

Lieber sterbe ich auf meine Art, als zu leben wie ihr.

Lena hat es nicht leicht. Nicht nur, dass sie bei ihrer Tante wohnt, mit ihren beiden Cousinen, und ihre Schwester schon vor einiger Zeit ausgezogen ist, ihre beste Freundin das schönste Mädchen der Welt ist, und sie auch sonst ziemlich unauffällig aussieht, der Tod ihrer Mutter verfolgt sie bis heute. Alle wissen vom Selbstmord und den Umständen. Ihre Mutter war infiziert. Mit Liebe, oder auch amor deliria nervosa. Und obwohl sie drei mal den Eingriff bekommen hatte, hat es nichts gebracht.
Liebe ist in der USA zu Lenas Zeite eine anerkannte Krankheit. Und es gibt ein Heilmittel. Mit 18 Jahren kann man sich einem Eingriff unterziehen und ist dann immun. Lenas Schwester Rachel ist bereits immun, hat einen Partner zugeteilt bekommen und ist glücklich. Und bei Lena sind es auch nur noch 90 Tage bis zu ihrem Eingriff. Bis dahin muss sie nur ihren Schulabschluss meistern, die Sommerferien genießen und schon kann das richtige Leben beginne. Und zur Evaluierung. Dort wird sie genau unter die Lupe genommen und anschließend werden 4-5 Kandidaten für die spätere Ehe bestimmt, aus denen sie auswählen kann. Doch bei der Evaluierung läuft alles schief. Und damit ändert sich ihr ganzes Leben.

Es muss grausig sein, in einer Welt zu leben, in der es nicht nur keine Liebe gibt, sondern auch keine anderen Gefühle. Ein Welt ohne Mitgefühl, Trauer, Schmerz, Liebe, Zuneigung. In einer Welt, in der alle unbeteiligt sind, möchte ich persönlich nicht leben.
In diesem Buch wurde amor deliria nervosa als der Ursprung allen Übels festgestellt und erfolgreich bekämpft. Seit dem die Menschen ab ihren 18 Lebensjahr immun gemacht werden, gibt es weniger Kriminalität. Die Grenzen wurden geschlossen, damit die infizierten von außen nicht eindringen können. Klingt auch alles erst mal gar nicht so schlecht, jeder hat seinen Platz im Leben, man muss sich keine Gedanken über die Zukunft machen. Und doch herrscht überall eine Gewisse Angst. Nichtmal Kinder auf der Straße dürfen öffentlich getröstet werden. Man muss aufpassen, was man sagt, weil man nicht als Sympathisant gelten möchte. Sieht so das Glück aus?

Auf jeden Fall sehr spannend, sehr umfangreich, und ich freu mich auch schon richtig auf den zweiten Band.

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