Der Ritter der Hoffnung von J. Amado

Titel: Der Ritter der Hoffnung
Autor: Jorge Amado
Verlag: Verlag Volk und Welt
Gebundene Ausgabe

Luis Carlos Prestes ist der Ritter der Hoffnung des gesamtem brasilianischen Volkes. Er ist die Hoffnung auf eine bessere Welt, das Licht der dunklen Nacht, gibt dem Volk Stärke. Dieses Buch ist eine Geschichte, die jemand seiner „schwarzen Freundin“ irgendwo im Exil erzählt. Das Buch ist in drei Teile gegliedert: im ersten wird die Familie von Luis Carlos Prestes und deren soziale Stellungen in der Gesellschaft beschrieben, und wie Luis Carlos Prestes aufwächst und zum Militär kommt. Im zweiten Teil ist er Führer der Kolonne, die durch Brasilien marschiert und die Revolution dem Volk nahe bringt. Dabei entdecken sie nicht nur neue Wege, sondern auch wie viel Probleme Brasilien eigentlich hat. Am Ende des Marsches, nach 26 000km, gehen sie ins Exil nach Bolivien. Dort beginnt Luis Carlos Reise auf der Suche nach einer allumfassenden Lösung für alle Probleme des brasilianischen Volkes. Diese Reise führt ihn auch in die UdSSR, wo er Olga kennen lernt. Zusammen kommen sie zurück nach Brasilien um gegen Getulio Vargas eine Revolution durchzuführen. Im dritte Teil wird dann erzählt, wie sie die Revolution vorbereiten, welche großen Menschen dabei geholfen haben, und wie Luis Carlos Prestes festgenommen wurde und von Olga das Leben gerettet hat. Selbst im Gefängnis kämpft er weiter gegen Vargas und nutzt jede Chance, um der Öffentlichkeit zu zeigen, dass er nicht aufgibt.

Ich habe dieses Buch vor allem gekauft, weil der Ritter der Hoffnung der Ehemann meiner Heldin Olga Benario-Prestes war und ich dachte mir, dass es ganz gut wäre auch mal etwas über ihn zu lesen. Das Buch fing auch ganz gut an, aber als es zum Marsch der Kolonne kam, musste ich mich echt durchkämpfen. Der Erzähler erwähnt jedes große taktische Manöver in jeder Region von Brasilien und das zieht sich sehr hin. Das war so ähnlich wie die Autobiografie von Gandhi, der jedes Buch erwähnt, das er in einer bestimmten Zeit gelesen hat. Also eher langweilig, für mich zumindest. Doch der dritte Teil war für mich sehr spannend. Zwar kam mir Olga etwas zu kurz, und sie wurde auch, meiner Meinung nach, eher als „schwache Frau“ dargestellt. Aber die Helfer der Revolution von 1935 kamen nicht zu kurz, auch ihre Schicksale wurden beschrieben und das finde ich sehr gut.

Hierzu auch die Rezension zu Olga Benario und Die Unbeugsamen: Briefwechsel auch Gefängnis und KZ.

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