Lautlose Stufen von I.Becher

20160320_160947Titel: Lautlose Stufen
Autor. Inge Becher
Verlag: Verlag Monika Fuchs
Taschenbuch

„Du bist aber kein ordentliches deutsches Mädchen. Du bist ein krankes, unnützes Geschöpf. So was wie du ist lebensunwertes leben.“ (S. 78)

Bei Hellas Familie knarren die Stufen, bis auf Fünf. Von unten sind es die zweite, die fünfte, die achte, die zwölfte und die fünfzehnte, die lautlos sind. Hella nutzt die Stufen, um ihre Eltern manchmal zu belauschen. Und am Ende retten sie ihr auch noch das Leben.

Dieses Jugendbuch ist sehr gut. Am Anfang von jedem Kapitel gibt es Erklärungen zu der Nazizeit, zu einigen Erlassen gegen Juden, zu den Morden in Lagern, und auch wie mit kranken Menschen, also den zu der Zeit unheilbaren kranken Menschen, umgegangen wurde. Dabei sind die Erklärungen sehr leicht zu verstehen, ohne dass sie an Grausamkeit oder Wahrheit einbüßen.
Lautlose Stufen beschreibt das Leben von Jugendlichen von 1939 bis zum Ende des Krieges, mit der Geschichte von Hella im Mittelpunkt, die durch eine Krankheit zur Außenseiterin wird.
Hella ist 10 und sollte im nächsten Frühjahr zu den Jungmädel gehen, als sie krank wird. Nach langen Krankenhausaufhalten wird sie auch aus der Schule ausgeschlossen, und gerät so immer weiter in den Schatten, der am Ende ihr Leben bedroht.
Die Schreibweise ist sehr leicht verständlich, die Geschichte gut recherchiert und besteht aus Teilen von Zeitzeugenberichten. Alles in allem ein sehr gutes Buch, dass die Nazizeit und seine Grausamkeiten auch Jugendlichen nahe bringt, gerade weil es um die Jugend zu dieser Zeit geht.

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