MPS Berlin, oder: Ich mag mich wild und frei.

Anderes Fest, selbes Kleid

17.06.2017 Trabrennbahn Hoppegarten. Parken direkt vor dem Eingang für 3€ geht voll in Ordnung. 30€ Tageskarte an der „Abendkasse“ auch, wenn man bedenkt, wie viele Bands spielen. Meine charmante Begleitung und ich betreten das Gelände und ich bin erst mal total überwältigt. Bisher war ich immer nur beim Hussitenfest in Bernau. Wenn man mal vom Umzug mit der Stadtgeschichte absieht, ist das Fest doch eher übersichtlich. Beim MPS habe ich mehr als einmal die Orientierung verloren. Aber das macht nichts, denn es ist kreisförmig angeordnet. Zu beiden Seiten sind Stände verschiedenster Art. Neben Fressständen finden sich natürlich auch Handwerker und Waffenschmiede, Kleidung und Schmuck, Felle und Leder. Alles, was das Mittelalterherz begehrt. Neben der MPS- und der Festivalbühne gab es auch kleine Orte mit Ritterturnieren, Unplugged-Bands und Gauklern. Also alles in allem ein buntes Treiben.

Ich habe mich dort sehr wohl gefühlt. Neben mittelalterlich gekleideten Menschen gab es auch eine Menge Steampunks, Gothics, und Cosplayer. Also für jeden etwas dabei. Ich bin aus dem Staunen gar nicht raus gekommen.
Auch das Nahrungsangebot war vielseitig. Neben Curry- oder Bratwurst und Pommes, gab es auch Langos, Falafel, Stockbrot, Crepes, Fleischpfannen und -spieße und und und. Getränke gab es auch viele, vor allem Met und Wein, aber das ist eher nicht so meins. Ich bin der klassische Wassertrinker.

Nun zu den Bands. Wir haben einer Band zugeguckt, die auf der Wiese gespielt hat, und sie hatten echt viel Spaß. Es hat richtig Spaß gemacht ihnen dabei zuzugucken. Leider weiß ich nicht mehr, wie sie heißt. Aber ich liebe Dudelsäcke *.*
Als nächstes haben wir uns Versengold angeschaut. Ich kannte die Band groß vom Hören, aber meine Begleitung war ganz scharf drauf sie zu sehen. Es hat sich auch echt gelohnt. Die haben Stimmung gemacht, obwohl es noch recht früh am Nachmittag war. Danach haben wir uns was zu Essen geholt, und im Schatten ein wenig die Leute um uns beobachtet. Im Hintergrund haben Saltatio Mortis gespielt, und ich hab immer mitgewippt. Meine charmante Begleitung wollte die nicht unbedingt sehen, aber netterweise sind wir dann doch vor die Bühne. Und ich hatte richtig Spaß. Die Band ist klasse, aber kein Vergleich zu ihrem Nachtkonzert. Dazu später mehr. Jedenfalls taute ich auch so langsam auf und habe mit meiner Begleitung getanzt. Ehrlich, so viel Spaß hatte ich schon sehr lange nicht mehr.
Anschließend sind wir weiter herum gelaufen, haben uns alle Stände angeguckt, und meine Wunschliste ist ins unermessliche gewachsen. Auch die Steampunks wurden hemmungslos von mir angeschmachtet. Leider musste meine Begleitung bald gehen, und seine Ablösung hat es doch nicht nach Hoppegarten geschafft (shame on you an dieser Stelle nochmal).
Aber! Ich wollte unbedingt zwei Bands sehen: Faun und Saltatio Mortis beim Nachtkonzert nochmal, immerhin wurde uns eine Feuershow angekündigt. Also habe ich mir Abendbrot geholt und bin über den Markt zur Festivalbühne geschlendert. Dort stand ich gut gesättigt relativ weit vorn und konnte den Beginn kaum erwarten. Faun kenne ich schon länger, hatte aber bisher nicht die Möglichkeit mal zu einem Konzert zu gehen. Und was soll ich sagen, ich fand sie total klasse. Klar, es gibt kein Pogo, da sie schon eher ruhig sind, aber Spaß hat das Konzert trotzdem gemacht. Und die große Pogerin bin ich ja eh nicht 😉 Faun hat viele Lieder gespielt, die ich kenne, und einige instrumentale Stücke waren auch dabei. Also für mich hat sich das definitiv gelohnt, und es ist auch eine Wiederholung wert.
Danach musste ich mir leider noch ein Crepes holen, um gestärkt zu Saltatio Mortis vor der MPS-Bühne zu tanzen. Bester Crepes aller Zeiten! Und dann fing die Band an, und das Feuer. Mir war warm, und kalt, und kuschlig, und ich habe mitgesungen, getanzt, und hatte ganz viel Spaß. Alleine auf einem Konzert zu sein ist eben doch nicht so schlimm, wie ich dachte. Und allein war ich ja auch gar nicht, denn die Fans haben gute Stimmung gemacht. Und die Band sowieso. Hier auch Wiederholungsbedarf! Und lohnenswert allemal.
Der Heimweg war für mich recht kurz, weil meine Großeltern in Neuenhagen wohnen, und ich auch dort aufgewachsen bin. Und trotzdem war ich das erste mal beim MPS. Manchmal ist das Leben verrückt.

Was ich als Fazit von diesem Samstag sagen kann: Ich brauche definitiv einen eigenen Umhang! Ich brauche mehr Kleider! Mein Abiballkleid rockt auch fast 10 Jahre danach noch total und ich habe viele Komplimente bekommen. Mittelalterfans rocken total. Ich liebe Dudelsäcke! Und Saltatio Mortis. Ich muss lockerer werden. Ich mag mich selbst wild und frei. Meine charmante Begleitung ist die beste Begleitung der Welt! Ich brauche mehr solche Konzerte! Steampunk ist voll mein Ding. Ich muss mich mehr trauen. Ich möchte mehr so sein wie an diesem Samstag. Nächstes Jahr wieder MPS! Sonnenbrand auf den Schultern macht keinen Spaß!

Wart ihr da? Oder wollt ihr vielleicht mal hin? Oder wart ihr beim MPS in einer anderen Stadt? Erzählt mir alles!

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