Pici von R.Scheer

PiciTitel: Pici. Erinnerungen an die Gehttos Carei und Satu Mare und die Konzentrationslager Auschwitz, Walldorf und Ravensbrück
Autor: Robter Scheer
Verlag: Marta Press
Taschenbuch

„Jetzt denke ich zum ersten Mal, dass es vielleicht allzu bizarr, allzu unglaublich erscheinen muss, was ich dir erzähle und vielleicht zweifelst du daran, dass ich die Wahrheit sage. Aber alles ist so wahr […].“ (S.143)

Dieses Buch ist die Geschichte von Elisabeth Scheer, genannt Pici. Es ist eine sehr berührende, aber auch sehr grausame Geschichte. Pici wurde 1924 in Carei, Ungarn als vierte Tochter einer jüdisch-orthodoxen Familie geboren. Sie war sehr wissbegierig, und hat sehr gerne gelesen, bis zu ihrem Tod 2015. Sie wurde 91 Jahre alt und hat Auschwitz und Ravensbrück überlebt. In dem Buch erzählt sie ihrem Enkel und Autor des Buches, wie und wo sie aufgewachsen ist, wie das Leben damals war, wie gerne sie zur Schule ging, und wie eng und wichtig die Familie damals war. Leider hat Pici als einzige ihrer Familie die Nazis überlebt, und hat bis zum Ende ihres Lebens mit den furchtbaren Erinnerungen zu kämpfen gehabt. Damit dieser Kampf nicht umsonst war, wurde ihre Geschichte in einem Buch verewigt. Es ist, als würde Pici dem Leser gegenüber sitzen und ihre Geschichte erzählen.
Im Anhang befinden sich Bilder zu Picis Familie, ihrem Leben, und Nachweise zu den Deportationen, was das Grauen und Picis Geschichte viel realer macht. Pici war keine Heldin, die sich in halsbrecherische Abenteuer gestürzt hat. Sie hat überlebt. Und das macht sie zu einer ganz besonderen Frau, und ihre Geschichte sollte überall weiter erzählt werden, denn sie ist bemerkenswert. Und wahr.

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