Rabenmond von J.-M.Nuyen

20160814_134401Titel: Rabenmond – Der magische Bund
Autor: Jenny-Mai Nuyen
Verlag: cbt
Gebundene Ausgabe

„Zeig mir, wie ein Künstler die Welt sieht. Wie ein Mensch die Welt sieht.“ […] „Dann müsst ihr mir zeigen, wie ein Drache die Welt sieht.“ (S.317)

Mion lebt in den Ruinenund treibt mit ihren beiden Freunden so allerlei Blödsinn, bis sie eines Tages im Wald einen Fuchs erschießt. Tiere erschießen ist verboten, denn sie könnten verwandelte Drachen sein, so wie dieser Fuchs. Als Mion nach dem Fuchs schaut, entdeckt sie einen Jungen mit goldenen Augen. Am nächsten Tag holen die Sphinxe sie ab und werfen sie in den Kerker. Von dort rettet sie der Künstler Jagu, denn er hat seine eigenen Pläne mit dem Mädchen, dass einen Drachen getötet hat.
Lyrian ist der Prinz der Drachen, zukünftiger Kaiser, und wurde in seiner Fuchsgestalt umgebracht. Zum Glück haben Drachen neun Leben. Das Mädchen, das ihn erschossen hat, hat ihn neugierig gemacht, und so schickt er seine Freundin Baltibb in die Kerker, um das Mädchen zu ihm zu bringen. Doch sie kommt mit schlechten Nachrichten zurück, denn das Mädchen ist schon tot.

Ich stelle immer wieder fest, dass es mir schwer fällt Bücher von Jenny-Mai Nuyen zu rezensieren. Warum? Weil sie mehr sind, als sie scheinen, und mich immer wieder überraschen. Und irgendwie sprachlos zurück lassen und ich das ganze gar nicht in Worte fassen kann. Wobei das weder positiv noch negativ ist.
Lyrian ist ein ganz toller Charakter. Er zeigt Mitgefühl, denkt mit, denkt nach, und bleibt dabei ein Träumer. Eine wirklich gute Mischung. Anfangs dachte ich, dass er ganz schön weich ist, aber der Junge hat Schneid und das gefällt mir sehr gut.
Mion ist dagegen ganz anders. Sie fühlt sich sehr schuldig, und versucht die falschen Menschen zu retten, damit sie sich weniger schuldig fühlt. Sie ist unehrlich, obwohl sie ganz oft auch instinktiv weiß, was zu sagen ist. Und trotzdem versagt sie ganz oft auch, was mich enttäuscht hat. Anfangs fand ich Mion ganz klasse, doch mit voranschreiten der Geschichte musste ich meine Meinung revidieren.
Faunia und Atlas und Baltibb und Jagu sind ganz unterschiedliche Nebencharaktere und geben der Geschichte ein wenig mehr Pepp. Faunia ging mir dabei am meisten auf die Nerven, aber auch solche Charaktere muss es geben.
Alles in allem verstehe ich, warum mir dieses Buch empfohlen wurde, aber nochmal lesen werde ich es wohl eher nicht, dazu hat es mich nicht genug gefesselt. Es ist ein schönes Buch, aber sehr aufregend war es nur am Ende. Ich denke, jeder sollte sich da seine eigene Meinung bilden, denn ich kann mich nicht festlegen.

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