Ryan Sheridan oder: Mein zweiter Vorname ist Müde

Spontan zu einem Konzert gehen, bei dem man den Künstler nicht kennt? Kann man schon mal machen. Aber nicht an einem Sonntag, wenn man am Montag früh raus muss. Ich weiß es besser, aber ich hab trotzdem ja gesagt. Also zu dem Konzert. Und so haben mich meine Eltern in den Postbahnhof am Ostbahnhof entführt zu Ryan Sheridan. Und was soll ich sagen? Es hat sich gelohnt.

Als Vorband kam Josephine, eine fantastische Sängerin, nur mit einer Gitarre und abgefahrenen Schuhen stand sie vor der Menge, im Hintergrund ein E-Gitarrist und ein Cello-/E-Bass-Spieler. Eine super Combo und ihre Stimme hat mich umgehauen. Leider standen zwei schwatzende Damen neben mir (wir standen gaaanz vorn) und haben sich in einer Lautstärke unterhalten, dass Josephine das bestimmt auch gehört hat. Unhöflich, sowas.

Nach einer kleinen Pause kamen dann auch schon ein E-Gitarrist, ein E-Bassist und ein Schlagzeuger auf die Bühne, und anschließend Ryan Sheridan, bewaffnet mit seiner ziemlich gebrauchten Akustikgitarre. Und was soll ich sagen? Super Stimme, super Stimmung, ein Energiebündel auf der Bühne. Und es hat einen Grund, warum seine Gitarre so abgenutzt aussieht. Ich bezweifel, dass ich jemals jemanden gesehen habe, der schneller schrammelt.
Alles in allem hat er ca 90 Minuten gespielt, und ich bin mit 4 ½ Stunden Schlaf auf Arbeit angekommen. Jetzt werden einige sagen, ich bin ja noch jung, ich soll mich nicht so haben, einmal kann ich das ja wohl mal ab. Also… heute ist Mittwoch und nein, ich kann das nicht ab. Ich bin dauerhaft müde. Müde ist mein zweiter Vorname, und mein dritter… manchmal auch mein vierter 😉

Und bei aller Müdigkeit hab ich doch glatte den Cajon- bzw. Schlagzeuger vergessen. Man, hatte der ein Tempo drauf. Muss er ja auch, wenn er mit Ryan Sheridan mithalten will. Also Fazit: Konzert war gut, nochmal mach ich das aber nicht. Ich funktioniere einfach nicht gut mit so wenig Schlaf. Punkt.

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