Sie gingen einen langen Weg von P.Hakenjos

Titel: Sie gingen einen langen Weg
Autor: Peter Hakenjos
Taschenbuch

„Der Krieg und der Faschismus haben uns alle zu etwas gemacht, das wir nie sein wollten. Wir haben vergessen, uns auf das zu besinnen, was uns stolz machen könnte. Es wird Zeit, dass unsere Völker zueinanderfinden, und dass sich unsere Jugend nicht auf den Schlachtfeldern gegenseitig umbringt.“ (S.159)

Aram wurde von der deutschen Wehrmacht nach Karlsruhe als Zwangsarbeiter in eine Munitionsfabrik verschleppt. Dort gerät er ins Visier eines SS-Mannes, der in zum Verrat an seinen eigenen Leuten verführt. Aram flieht und sein Vorarbeiter Rudolf hilft ihm dabei.
Leni flieht mit ihrer Familie aus Ostpreußen vor den Russen ins Deutsche Reich. Auf dem Weg werden ihre Eltern getötet, sie vergewaltigt und sie wird von ihrer kleinen Schwester getrennt. In ihrer Not fällt ihr nur ihr Onkel Rudolf ein und sie macht sich auf den Weg nach Karlsruhe.

Dieses Buch beschreibt nicht nur das Schicksal eines Zwangsarbeiters aus der Sowjetunion, sondern auch einer Deutschen, die selber zum Kriegsflüchtling wird. Zwei Facetten eines Krieges.
Es ist aber auch ein Buch über das Ende des zweiten Weltkrieges. Es zeigt, dass nicht nur die Bösesten der Bösen Nazis waren, sondern dass die Ideologie und der Hass auch in der Bevölkerung tief verwurzelt sind. Und dieser Hass lässt sich trotz der vielen Gräueltaten, die öffentlich wurden, so einfach abschalten. Es zeigt aber auch, dass wir alle nur Menschen sind. Damals wie heute. Und dass Liebe manchmal Grenzen überschreitet, die nur in den Köpfen der Menschen sind.

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