Trywwidt – Falsche Freunde von K.Bellis

Titel. Trywwidt – Falsche Freunde (Band 2)
Autor: Klara Bellis
Trilogie: Trywwidt

Achtung Spoiler! Hier geht es zu Band 1: Die Kaiserin der Nacht

„Wir standen kurz davor, die Menschenbrut auszurotten. […] Dank deines Kuschelkurses haben sie sich vermehrt wie eine giftige Bakterienkultur, die alles Lebendige zersetzt. Sie zerstören sogar sich selbst .Einfach so, weil sie es können. Weil es ihnen Spaß macht. Weil es Profit bringt.“ (S. 434)

Trywwidt hat sich fest vorgenommen, ihre Freundin Phyrridt aus der Chaosdimension zu retten, in die die ehemalige Hüterin des Wissens Lirridt sie vor 30 Jahren gestoßen hat. Dazu braucht sie den Vampir Korwin Schwarzvogel, der irgendeine Verbindung zu der vermissten Elfe hat.
Korwin ist davon natürlich gar nicht begeistert, weil nicht nur zwei weitere Vampire bei ihm im Haus leben, und Trywwidt jetzt noch dazu kommen möchte, sondern weil er immer noch von Ronnys Schlägerbande beschattet wird, und Professor Messerbach hinter ihm her ist. Einzig Ira ist noch vernünftig, aber ein Mensch, und Menschen sind Freunde, kein Futter. So oder so ähnlich.

Hach, wie hab ich Trywwidt vermisst. Die manchmal ziemlich radikale, grünhaarige Elfe kann einem den Tag versüßen. Sei es mit ihrer Tollpatschigkeit, mit ihrem Wissen über Menschen, oder ihren radikalen Ansichten zur Ernährung und Lebensweise der Menschen.
Korwin ist dagegen total bodenständig, zwar etwas weltfremd, aber dafür hat er ja Ira. Er ist ein wahrer Künstler, und echt der Leidtragende in diesem Buch (Tut mir leid, Trywwidt, das muss ich mal so sagen. Korwin, wir haben einen hübschen kleinen Keller, falls du mal Asyl suchst.)
Ira ist eine Perle, bis sie den Verstand verliert. Jetzt mal ehrlich, wenn die Küsse von jemandem modrig schmecken, küsst man die Person doch nicht mehr. Und wenn man ständig ein mulmiges Gefühl hat, nimmt man reiß aus! Reiß dich mal zusammen, also echt!
Ansonsten bin ich einfach nur begeistert von diesem Buch. Es ist so gut wie das erste, vielleicht auch ein bisschen besser, und ein bisschen anders. Ich habe diesmal Korwin sehr ins Herz geschlossen, was er mir auch gleich gebrochen hat. Naja, und von Trywwidt war ich ja von vornherein begeistert.
Der Schreibstil ist sehr flüssig. Der allgemeine Erzähler konzentriert sich abwechselnd auf die Personen, das macht es aber nur umso spannender. Das einzige, was mir gefehlt hat, war mehr zu Klaus Müller. Der hängt rum wie ein Wassersack. Ich hoffe sehr, da kommt im dritten Teil noch was 😉 Auf den bin ich schon sehr gespannt!

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